OG Kush: Wirkung, Genetik und Anbau
OG Kush ist der kalifornische Klassiker, aus dem ein halbes Regal moderner Sorten hervorgegangen ist. Diese Seite fasst zusammen, was die Sorte ausmacht: Wirkung, Genetik, das unverwechselbare Aroma und worauf es beim Anbau ankommt.
Herkunft und Genetik von OG Kush
OG Kush stammt aus Kalifornien und gehört zu den einflussreichsten Genetiken überhaupt — Sorten wie Girl Scout Cookies, Bruce Banner oder Gorilla Glue tragen sie im Stammbaum. Woher das Kürzel „OG” kommt, ist bis heute umstritten: die gängigsten Deutungen sind „Ocean Grown” und „Original Gangster”. Belegt ist keine davon — der Name blieb, die Herkunftsgeschichte bleibt Legende.
Genetisch ist die Sorte indicadominant. Die automatischen Varianten entstehen durch Einkreuzung von Ruderalis, was die Blüte zeitgesteuert macht und den Wuchs kompakter hält, den Charakter aber erhält.
Wirkung von OG Kush
Die Wirkung ist ausgesprochen körperlich: schwer, entspannend und langanhaltend, mit dem für die Sorte typischen Hang zum Couch-Lock. Der Kopfeffekt tritt zwar auf, wird aber schnell von der körperlichen Komponente überlagert — deshalb gilt OG Kush als klassische Abendsorte und wird häufig mit Schlafunterstützung in Verbindung gebracht.
Der THC-Gehalt liegt je nach Variante zwischen 17 % und 23 %; die FastBuds-Selektion erreicht das obere Ende. Der CBD-Anteil bleibt niedrig. Wer eine Sorte für den Tag sucht, ist mit einer sativabetonten Genetik besser bedient.
Geschmack und Aroma
Das Profil ist unverkennbar und der Grund, warum die Sorte so oft kopiert wurde: erdig und zitrusartig im Geschmack, dazu Zitrone, Diesel und Pfeffer. Im Geruch dominieren Kiefernnoten mit einem deutlichen Kraftstoffanteil — jene „Fuel”-Note, die OG-Genetiken ausmacht. Wer sie einmal gerochen hat, erkennt sie wieder.
Verantwortlich dafür sind vor allem Myrcen, Limonen und Beta-Caryophyllen. Weil gerade die Dieselnote empfindlich auf Wärme reagiert, entscheidet auch hier die Nachbehandlung: zu schnell getrocknet, verliert die Sorte genau den Charakter, für den man sie anbaut.
Anbau: Blütezeit, Ertrag und Höhe
OG Kush gilt als mittelschwer im Anbau. Sie bleibt kompakter als sativabetonte Sorten und passt damit auch in kleinere Zelte, reagiert aber empfindlich auf Überdüngung und zu hohe Luftfeuchte in der späten Blüte.
| Blütezeit | Autoflowering: 63 Tage (FastBuds) bis 70–80 Tage |
| Höhe | 70–110 cm (FastBuds) · 100–160 cm (klassische Auto-Linie) |
| Ertrag | Indoor: 400–550 g/m² · Outdoor: 70–150 g/Pflanze |
| THC | 17–23 % |
| CBD | niedrig |
| Genotyp | indicadominant |
| Anbauschwierigkeit | mittel |
In Deutschland ist der private Anbau von bis zu drei Pflanzen für Erwachsene nach dem KCanG erlaubt, sofern sie für Minderjährige unzugänglich sind. Die Grundlagen stehen im Leitfaden Gras anbauen Schritt für Schritt.
Typische Fehler beim Anbau von OG Kush
- Überdüngung. Die Sorte zeigt Nährstoffüberschuss schnell an verbrannten Blattspitzen. Lieber unter- als überdosieren und langsam steigern.
- Zu hohe Luftfeuchte in der späten Blüte. Die dichten, harzigen Blüten sind anfällig für Schimmel. Ab Woche sechs Luftfeuchte konsequent senken.
- Zu frühe Ernte. Der charakteristische Kraftstoffgeruch entwickelt sich erst in den letzten Tagen der Blüte vollständig.
- Zu warm getrocknet. Die Dieselnote ist das Erste, was bei Hitze verloren geht.
Sorten, die von OG Kush abstammen
Der Einfluss von OG Kush auf die moderne Cannabiszucht ist schwer zu überschätzen. Viele der heute bekanntesten Hybriden führen sie im Stammbaum — meist erkennbar an der erdig-dieseligen Grundnote, die sich durch alle Nachkommen zieht:
- Girl Scout Cookies — OG Kush gekreuzt mit Durban Poison, süßer im Aroma, aber mit derselben körperlichen Tiefe.
- Bruce Banner — die Verbindung aus OG Kush und Strawberry Diesel, bekannt für sehr hohe THC-Werte.
- Gorilla Glue — trägt über Chem’s Sister und Sour Dubb ebenfalls OG-Anteile und teilt die harzige, klebrige Konsistenz.
Welche OG Kush Variante passt zu dir?
- Autoflowering mit hohem THC — die FastBuds-Selektion mit 23 % THC, 63 Tagen Blüte und kompakten 70 bis 110 cm: OG Kush Auto von FastBuds.
- Klassische Auto-Linie — OG Kush x Ruderalis, 17 bis 19 % THC, etwas größer und mit ausgeprägtem Diesel-Pfeffer-Profil: OG Kush Auto.
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Häufige Fragen zu OG Kush
Der THC-Gehalt liegt je nach Variante zwischen 17 und 23 Prozent. Die FastBuds-Selektion erreicht mit 23 Prozent das obere Ende, der CBD-Anteil bleibt in allen Linien niedrig.
OG Kush ist indicadominant. Die Wirkung ist entsprechend körperlich und entspannend, mit deutlichem Hang zum Couch-Lock.
Nach Kiefer mit einer deutlichen Kraftstoffnote, dazu Zitrone, Diesel und Pfeffer. Diese „Fuel”-Note ist das Erkennungsmerkmal aller OG-Genetiken.
Die automatischen Varianten sind je nach Linie nach 63 bis 80 Tagen erntereif, gerechnet ab der Keimung und unabhängig vom Lichtzyklus.
Das ist bis heute ungeklärt. Die gängigsten Deutungen sind „Ocean Grown” und „Original Gangster” — belegt ist keine von beiden.