Super Silver Haze: Wirkung, Genetik und Anbau
Super Silver Haze ist die Sorte, die in den späten Neunzigern bewiesen hat, dass sich Haze-Genetik auch außerhalb der Tropen anbauen lässt. Diese Seite fasst zusammen, was sie ausmacht: Wirkung, Genetik, Aroma und worauf es beim Anbau ankommt.
Herkunft und Genetik von Super Silver Haze
Super Silver Haze entstand bei Green House Seeds aus der Kreuzung Haze × Skunk #1 × Northern Lights #10 und gewann in den späten Neunzigern mehrfach den Cannabis Cup — ein Ergebnis, das ihr den Ruf als eine der besten Haze-Linien überhaupt einbrachte.
Die Idee hinter der Kreuzung war praktisch: reine Haze-Sorten liefern eine herausragende zerebrale Wirkung, brauchen aber sehr lange Blütezeiten und viel Platz. Der Skunk- und Northern-Lights-Anteil bringt Stabilität, Ertrag und eine kürzere Blüte mit, ohne den Haze-Charakter zu verlieren. Genau diese Balance macht die Sorte bis heute relevant.
Wichtig zur Einordnung: Silver Haze und Super Silver Haze werden oft synonym verwendet, sind aber nicht dasselbe. Silver Haze bezeichnet die ursprüngliche Haze-Skunk-Linie, Super Silver Haze die weiterentwickelte, mehrfach ausgezeichnete Selektion mit zusätzlichem Northern-Lights-Anteil.
Wirkung von Super Silver Haze
Die Wirkung ist klassisch sativadominant: ein klarer, energetisierender Kopfeffekt, der schnell einsetzt und lange anhält, ohne in Sedierung zu kippen. Sie wird häufig als kreativitätsfördernd beschrieben und zählt damit zu den Tagsorten.
Der THC-Gehalt liegt bei 17 bis 20 %, der CBD-Anteil ist niedrig. In Erfahrungsberichten wird die Sorte oft im Zusammenhang mit Schmerzlinderung genannt. Wer empfindlich auf starke Sativas reagiert, sollte niedrig dosieren — der zerebrale Einstieg ist ausgeprägt.
Geschmack und Aroma
Das Profil ist eigenwillig und schwer zu verwechseln: süß mit einer metallischen Note im Geschmack, im Geruch würzig und deutlich zitronig. Der Skunk-Anteil sorgt für die durchdringende Grundnote, der Haze-Anteil für die zitrische Spitze darüber.
Wie bei allen Haze-Linien sind es die flüchtigen Terpene, die den Charakter tragen. Zu warm oder zu schnell getrocknet, verliert die Sorte zuerst die Zitrusnote — übrig bleibt der skunkige Unterbau ohne die Spitze, für die man sie eigentlich anbaut.
Anbau: Blütezeit, Ertrag und Höhe
Super Silver Haze ist deutlich zugänglicher als reine Haze-Sorten, bleibt aber eine Sativa: Sie blüht länger als indicabetonte Genetiken und will Platz. Dafür fällt der Ertrag für eine Sativa ungewöhnlich hoch aus.
| Genetik | Haze × Skunk #1 × Northern Lights #10 |
| Blütezeit | Indoor: 65–70 Tage |
| Höhe | Indoor: mittel — für eine Sativa vergleichsweise kompakt |
| Ertrag | Indoor: 500–600 g/m² · Outdoor: rund 500 g/Pflanze |
| THC | 17–20 % |
| CBD | niedrig |
| Genotyp | sativadominant |
In Deutschland ist der private Anbau von bis zu drei Pflanzen für Erwachsene nach dem KCanG erlaubt, sofern sie für Minderjährige unzugänglich sind. Die Grundlagen stehen im Leitfaden Gras anbauen Schritt für Schritt.
Typische Fehler beim Anbau von Super Silver Haze
- Zu wenig Höhe eingeplant. Der Haze-Anteil sorgt für kräftiges Strecken nach dem Umstellen auf Blüte. Wer indoor knapp kalkuliert, stößt an die Lampe.
- Zu früh geerntet. Die 65 bis 70 Tage sind kein Richtwert nach oben. Vorzeitig geerntet fehlt genau der klare, erhebende Charakter.
- Zu heiß getrocknet. Die zitrische Spitze ist das Erste, was verloren geht.
Super Silver Haze im Sortiment
Wir führen die feminisierte Linie mit 17 bis 20 % THC und einer Blütezeit von 65 bis 70 Tagen: Super Silver Haze Samen kaufen.
Wer den Haze-Charakter mag, aber eine kürzere Blüte oder ein anderes Terpenprofil sucht, findet ihn auch bei Amnesia Haze — ebenfalls sativadominant, aber zitrusbetonter und mit etwas kürzerer Blüte.
Häufige Fragen zu Super Silver Haze
Silver Haze bezeichnet die ursprüngliche Kreuzung aus Haze und Skunk. Super Silver Haze ist die weiterentwickelte Selektion mit zusätzlichem Northern-Lights-Anteil, die in den späten Neunzigern mehrfach den Cannabis Cup gewann.
Der THC-Gehalt liegt bei 17 bis 20 Prozent, der CBD-Anteil ist niedrig. Die Wirkung ist sativatypisch klar und energetisierend statt sedierend.
Sie ist klar sativadominant. Der Northern-Lights-Anteil sorgt allerdings für stabileren Wuchs und kürzere Blütezeit als bei reinen Haze-Sorten.
Indoor 65 bis 70 Tage. Das ist für eine Haze-Linie vergleichsweise kurz — reine Haze-Sorten brauchen deutlich länger.
Indoor 500 bis 600 g/m², outdoor rund 500 g je Pflanze. Für eine sativadominante Sorte ist das ungewöhnlich viel und einer der Gründe für ihren Ruf.